Freiburger Weinfest 2007
Informationen rund um das Freiburger Weinfest am Münster. Sechs Tage steht der Münsterplatz ganz im Zeichen des badischen Weines.
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SC Freiburg unterliegt Werder Bremen nach 1:0 Führung mit 1:2
Robin Dutts Anspruch wurde 60 Minuten lang erfüllt. Trotz der 1:2-Niederlage (0:0) im Vorbereitungsspiel in Villingen gegen den Liga-Konkurrenten Werder Bremen setzten die Fußballer des SC Freiburg die Vorgaben ihres Trainers zufriedenstellend um: gute defensive Organisation und effektiver Ballbesitz.
"Eine Stunde war ich zufrieden mit dem Spiel meiner Mannschaft", lobte der SC-Trainer nach Spielschluss. Die ersten 45 Minuten im Villinger Friedengrund gingen verheißungsvoll los. Bremens Stürmer Claudio Pizarro legte in der dritten Minute von der Strafgrenze auf den nachrückenden Aaron Hunt ab, doch der schoss den Ball nur auf statt in das Freiburger Tor. Die erste gefährliche Aktion der Freiburger kam von einem ehemaligen Bremer. Ivica Banovic umkurvte den Bremer Torhüter Felix Wiedwald, doch seinen Schuss aus spitzem Winkel köpfte Clemens Fritz noch von der Linie (16.).
Anschließend beschränkten sich beide Mannschaften auf Verwaltungs- anstatt Gestaltungsfußball. Doch es ist noch früh in der Vorbereitung, und da geht es nicht um spielerische Knalleffekte, sondern um Organisation und Automatismen. Fast hätte SC-Neuzugang Jan Rosenthal für die SC-Führung gesorgt, doch sein Schuss aus 25 Metern strich knapp am Winkel vorbei (19.). Die Bremer deuteten an, dass zumindest ihre Automatismen bei Standardsituationen schon funktionieren. Borowski leitete einen bewusst kurz getretenen Freistoß von Philipp Bargfrede per Hacke auf Sebastian Prödl weiter. Doch der Österreicher schoss den Ball vom Elfmeterpunkt in den verregneten Villinger Abendhimmel (33.). Werder-Trainer Thomas Schaaf war mit der Leistung seiner Elf in Halbzeit eins überhaupt nicht zufrieden. "Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen. Wir müssen die Dinge viel engagierter angehen", haderte er.
In der zweiten Halbzeit garnierten die Freiburger ihre gute Leistung im Defensivverbund mit einigen energischen Vorstößen. In der 61. Minute wechselte Robin Dutt dann gleich fünffach. Doch statt Sand ins Getriebe, streute er Torgefahr in das Spiel seiner Elf. Auch Schaaf wechselte vier Akteure aus und trug dazu bei, dass die Zuschauer ein offeneres Spiel sahen. Dutt sah ab Minute 60 "eher ein Spiel, das die Zuschauer erfreut, aber keinen Trainer" und meinte die nun unorganisierten Defensiv-Reihen auf beiden Seiten.
Kurz nach seiner Einwechslung drang der gebürtige Villinger Daniel Caligiuri aus halbrechter Position in den Bremer Strafraum ein und überwand Wiedwald mit einem Schuss ins kurze Eck zur 1:0-Führung. Gleich nach dem Anstoß eroberten die Freiburger wieder den Ball, und Banovic stand urplötzlich am selben Ort wie Caligiuri eine Minute zuvor. Doch seinen Flachschuss parierte Wiedwald. Im Gegenzug setzte sich Clemens Fritz energisch gegen SC-Linksverteidiger Daniel Williams durch. Eher durch Zufall, denn durch Passgenauigkeit, erreichte der Ball Markus Rosenberg. Der Schwede überlegte nicht lang und schoss ins lange Eck zum 1:1 (67.) ein. In der 76. Minute hätte beinahe das zweite Mitglied aus dem Wechsel-Quintett für die 2:1-Führung gesorgt. Aber Innenverteidiger Daniel Sereinig köpfte den Ball nach einer Banovic-Ecke aus drei Metern über das Bremer Gehäuse (78.). Besser machte es dann der eigentlich auf dem Abstellgleis stehende Rosenberg. Der eingewechselte SC-Torhüter Oliver Baumann konnte Sandro Wagners Linksschuss zwar noch abwehren, aber Rosenberg stand richtig und staubte zum 2:1-Siegtreffer (86.) ab.
Direkt nach dem Spiel verabschiedeten sich die SC-Spieler ins österreichische Schruns, wo nun die entscheidende Phase der Vorbereitung eingeläutet wird.