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Wenn Kinder zu Drogendealern werden
Berlin kämpft mit einem neuen Phänomen. Polizisten fassen Dealer im Kindesalter. Es handelt sich um in offenen Heimen lebende Flüchtlinge. Für Aufregung sorgt ein Elfjähriger, der bereits zehn Mal erwischt wurde. In Berlin wurden im ersten Halbjahr 26 kindliche Dealer gefasst. Der Fachverband Unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge betont, dass die wenigsten der jährlich 1300 asylsuchenden Kinder kriminell würden.
In der politischen Debatte geht es um zweierlei. Ein Vorwurf lautet, die Behörden seien untätig. Er wurde zuerst erhoben von der jüngst verstorbenen Jugendrichterin Kirsten Heisig. Sie behauptet, der Drogenhandel sei in der Hand arabischer Großfamilien. Diese schleusten gezielt Kinder aus Flüchtlingslagern ein und schickten diese zum Dealen.
Politiker verschiedener Parteien, darunter Berlins Innensenator Ehrhart Körting (SPD), fordern mehr Kontrolle und die Unterbringung der Kinder in geschlossenen Heimen zum Schutz der Kinder. Grüne und Linke lehnen das ab. Einzelfälle seien kein Anlass, die Reform der Jugendhilfe zurückzudrehen, die Kinder würden stigmatisiert, argumentieren sie. Die Berliner CDU will die die Strafmündigkeit auf zwölf Jahre senken. |